Das Freilandmuseum

 

Das Fränkische Freilandmuseum

Das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim ist ein 45 Hektar großes Museumsgelände am Südrand der Altstadt von Bad Windsheim. Die Errichtung des Freilandmuseums in der Trägerschaft des Bezirks Mittelfranken wurde am 27. Juli 1976 vom Bezirkstag beschlossen. Im Frühjahr 1979 wurde mit dem Aufbau von Gebäuden begonnen, die von ihren ursprünglichen Standorten in das Museumsgelände versetzt wurden.

 

Dieses ist in Häusergruppen (Baugruppen) gegliedert und es werden dort ständig weitere Gebäude aus Mittelfranke möglichst originalgetreu wiederaufgebaut. Mittlerweile (2015) stehen über 100 Gebäude im Museumsgelände, jährlich kommen eines bis zwei weitere hinzu.

Beschreibung der Anlage

Im Eingangsbereich befindet sich das erste Gebäude des Museums, ein großes Wirtshausgebäude, das ursprünglich in Oberampfrach stand. Des Weiteren befindet sich am Eingang ein Korbhaus aus Knittelsbach im Landkreis Ansbach.

 

Die Baugruppe Ost: Regnitzfranken/Frankenalb besteht aus einigen Bauernhäusern, einer Mühle und einem Hopfengarten. Dazu gehört ein Scheunengebäude, das am ursprünglichen Standort der Lagerung und Bearbeitung der Hopfenernte gedient hat. Dort wird auf Schautafeln und alten Geräten ausführlich und anschaulich gezeigt, wie früher Hopfen geerntet und weiterbearbeitet wurde. 2005 wurde eine aus Zirndorf stammende komplette Hofanlage im Museum eröffnet.

Die Baugruppe Süd: Altmühlfranken besteht aus mehreren Jurahäusern mit Kalkplattendächern, darunter ein Taglöhnerhaus aus Marienstein aus dem 14. Jahrhundert.

In der Baugruppe West: Mainfranken/Frankenhöhe wurde neben einigen Bauernhöfen ein Kommunbrauhaus wieder errichtet. Das Brauhaus stand früher in Schlüsselfeld. Heute wird regelmäßig in Schauvorführungen Bier gebraut, das gleich nebenan im Wirtshaus am Kommunbrauhaus ausgeschenkt wird. 2009 wurde das Jagdschlösschen aus Eyerlohe mit einer Dauerausstellung über das Thema Jagd im Obergeschoss eröffnet. 2010 kam in dieser Baugruppe auch das Schulhaus aus Pfaffenhofen dazu und im Jahr 2011 die kleine Hofkapelle aus Rodheim (bei Oberickelsheim) mit einem gegeißelten Heiland.

In der Baugruppe Industrie & Technik ist u. a. eine funktionstüchtige Ziegelei mit einem Derrickkran eingerichtet.

Die Baugruppe Mittelalter enthält das Archäologie-Museum.

Ebenfalls zum Museum gehört mit der Baugruppe Stadt ein Ensemble, das sich nicht auf dem eigentlichen Museumsgelände befindet, sondern einige hundert Meter entfernt in der Stadt. Wichtigstes Gebäude ist hier der historische Bauhofvon 1441 mit seinem imposanten freitragenden Dachstuhl. Ein Nebengebäude wird als historische Baustelle präsentiert, auf der die verschiedenen alten Bauberufe vorgestellt werden. Im Jahr 2006 wurde zudem das Museum Kirche in Franken eröffnet; es befindet sich in der restaurierten und profanisierten Spitalkirche von Bad Windsheim.

2014 wurde beschlossen, eine um das Jahr 1740 erbaute ehemalige Landsynagoge aus Giebelstadt-Allersheim  in das Freilandmuseum zu translozieren.

 

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Wirtshaus am Freilandmuseum
Bernhard-Bickert-Weg 10
91438 Bad Windsheim

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